fußner kühne architekten ist ein noch relativ junges Architekturbüro.
Seit wann sind Sie Partner und wie kam es dazu? Christian
Fußner: Wir haben uns vor zwei Jahren selbstständig gemacht. Davor arbeiteten
wir in verschiedenen Architekturbüros. Wir kennen uns aber schon
seit dem Studium. In vielen gemeinsamen Architekturwettbewerben haben wir
gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge liegen. 2007 war es dann soweit und wir
haben uns gesagt „jetzt oder nie“.
Bei einem Ihrer spannendsten Projekte in der jüngsten Zeit, der Erweiterung
des bestehenden Gebäudes der Firma Baader Schaltanlagen GmbH, haben Sie eng mit
KlimaShop! zusammengearbeitet. Wie kam es zu dieser Kooperation? Frank Kühne: Ich kenne Armin Spengler zwar schon aus der
Zeit vor der Gründung von fußner kühne
architekten,
jedoch war das Projekt der Fa. Baader
Schaltanlagen GmbH jetzt unsere erste Kooperation. Wir waren auf der Suche nach
einem kompetenten Partner und die Wahl fiel schnell auf KlimaShop!
Was war aus Ihrer Sicht das Besondere an dieser Zusammenarbeit? Frank Kühne: Ich habe hier eng mit Armin Spengler
zusammengearbeitet, so entstanden anhand der Pläne schlüssige Konzepte. Das
Projekt stellte aufgrund der Holzbauweise besondere Herausforderungen an die
Klimatechnik dar. Wohin kommt das Klimagerät? Wo sollen die Leitungen
verlaufen? Die klaren Lösungen von KlimaShop! haben uns überzeugt, und auch die
anschließende Umsetzung lief reibungslos.
Peter und Armin Spengler legen großen Wert auf Klimaschutz, sie führen
KlimaShop! zu 100 Prozent CO2-neutral und bieten umweltfreundliche Lösungen an.
In welchem Maße fließen diese Themen auch in Ihre Arbeit ein? Frank Kühne: Beim modernen Hausbau gehen ökologische
Gründe mittlerweile Hand in Hand mit rein wirtschaftlichem Denken. Das Projekt
Baader ist ein gutes Beispiel dafür. Hier waren nachhaltige Lösungen für
zeitgemäßes Kühlen und Wärmen gefragt. Gemeinsam mit KlimaShop! entschieden wir
uns für eine monovalente Luft/Luft-Wärmepumpe. Das ist also durchaus ein Thema,
mit dem wir uns tagtäglich intensiv auseinandersetzen.
Bei all den gesetzlichen Vorgaben und baulichen Richtlinien, wie schwer
oder leicht kann man denn als Architekt heute noch seine Ideen durchsetzen? Frank Kühne: Wir würden nie etwas durchsetzen wollen.
Alles, was wir machen, entsteht im Dialog mit dem Bauherrn. Gemeinsam
erarbeitet man, wohin es gehen könnte. Natürlich gibt es bestimmte
Anforderungen an die Funktion, die berücksichtigt werden müssen. Und das Budget
spielt auch eine Rolle. Wir müssen also herausfinden, was man innerhalb eines
bestimmten Rahmens erreichen kann.
Christian Fußner: Stimmt, das ist ja auch immer ein
Entwicklungsprozess. In gemeinsamen Architekturgesprächen stellen wir fest,
welche Bedürfnisse der Bauherr hat. Gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeiten
wir dann die optimalen Lösungen.
Wie viele Abstriche muss man aus Gründen des Klimaschutz oder anderer
Vorgaben an Design und Ästhetik machen? Frank Kühne: Jedes Design ist auch an Vorgaben gebunden.
Aber man muss das positiv sehen. Wir betrachten diesen Spagat und das
Erarbeiten eines gelungenen Kompromisses auch immer als eine Herausforderung.
Auf Ihrer Internetseite heißt es „Architektur ist Emotion“. Wo darf man
denn mehr Emotion haben? Im privaten oder im gewerblichen Bau? Christian Fußner (lacht):
Natürlich ist bei uns sowohl bei gewerblichen wie bei privaten Projekten immer
jede Menge Emotion vorhanden. Da gibt es keinen Unterschied. Ein Projekt muss
uns immer Spaß machen. Das ist das wichtigste.
Zum Schluss noch eine persönliche Frage. Sie haben Familie und betreiben
zeitintensive Sportarten. Wie viel Zeit für Privates lässt einem denn der Beruf
des Architekten? Frank Kühne: Jeder weiß natürlich, dass gerade in den
ersten Jahren nach einer Firmengründung besonders viel Engagement gefragt ist.
Aber es ist auch alles eine Sache der Einteilung.
Christian Fußner: Wir fangen zum Beispiel sehr früh
morgens an. Wir sind beide ab 7 Uhr im Büro, dann bleibt am Abend mehr Zeit für
Familie. Außerdem haben wir inzwischen zwei feste Mitarbeiter und Praktikanten,
die uns unterstützen.
Herr Fußner, Herr Kühne, wir bedanken uns für das Gespräch.